
Mit der Einrichtung der Ork-Reservate im Jahr 4199 d.L.K. erhielt die Grafschaft Raben ihren heutigen Namen. Damals wurde dieser Landstrich Raben genannt, weil man vermutete, dass die 13 Raben, die der Legende nach die junge Victoria zu Kahn Uzdash Shagrut begleiteten und ihn umkreisten, hier ihre Herkunft hatten. Als die Orks dann hier angesiedelt wurden, wollten sie auch ihre Traditionen und Werte im Namen dieser Region verbildlicht sehen. Sie sahen dies am besten gegeben, wenn einfach "Ork" hinzugefügt würde.
Auf dem Lehn den Earl of Orkraven befinden sich hauptsächlich Wald, einige Heidelandschaften und einige Dörfer.
Die Orks nutzen die Wälder der Reservate als Jagd- und Sammelgebiet, was oftmals die Schafzucht in den Randregionen der Reservate erschwert. Hier, unberührt vom harten Überlebenskampf und Hetzjagden, bauten die Orks eine beachtliche Kultur auf. Sie sammelten alte Tänze, Legenden, Lieder und Musiken und hielten uralte Traditionen am leben. Nicht immer verläuft das freie Ausleben dieser Traditionen, ohne das Leben ihrer Mitmenschen zu berühren.
Das Wappen zeigte ursprünglich oben den Kopf eines silberen Wolfes auf Schwarz und unten auf Grün einen silbernen Raben. Als die Orks dann hier angesiedelt wurden, wollten sie auch ihre Traditionen und Werte im Wappen dieser Region verbildlicht sehen. Sie sahen dies am besten gegeben, wenn einfach ein Ork hinzugefügt würde. Ein Kompromiss lief auf zwei gekreuzte Keulen anstelle des Rabens hinaus.
Die Hauptstadt Ravenborough ist wohl der einzige Ort, der dem Begriff "Stadt" gerecht wird, denn der größte Teil der Bevölkerung lebt in kleinen Dörfern, die von Schafzucht und Landwirtschaft leben. Besondere Orte unter ihnen sind Heather Hills, da hier der Landsitz des Earls steht, sowie Sevenoaks am Rande des Ravenwood Forest, in dem es spuken soll...
Im Norden der Grafschaft finden sich die Orkreservate, die im Jahre 4199 d. L. K. zum Schutz der verfolgten Stämme eingerichtet wurden. Im Laufe der Jahrhunderte gelang es den Orks in diesen Gebieten eine einzigartige Kultur aufzubauen. Sie bewahren auf diese Weise Traditionen, deren stumme Zeugen als "Orksteinkreise" noch überall in der Grafschaft zu finden sind.
In Orkraven spricht man als Amtssprache Murash und die Allgemeine Sprache des Kontinents. In vielen Dörfern ist aber noch immer das "Ravenish" oder eben Rabenwelsch verbreitet. Seine Wurzeln liegen genau wie die des Murash im Anguirischen, jedoch sind Einflüsse des Gobsch nicht von der Hand zu weisen. In Thure ist diese Mundart als grobschlächtige Bauernsprache verlacht.
Die Bewohner Orkravens kümmert das allerdings wenig, sind sie doch überzeugt, daß diese Spötter "Llanuwchllyn" sowieso nie richtig aussprechen könnten...
Über die Grafschaft herrscht Sir George Arlington, the Earl of Orkraven, seine Gattin ist Patricia Lenore Arlington, eine geborene Lloyd, aus einem der ältesten Adelsgeschlechter Murashs.Residenz des Earls ist der Familiensitz auf Ravenborough Castle in der Hauptstadt, doch hält sich Sir George bevorzugt auf seinem Landsitz bei Heather Hills auf. Zu den Besitztümern der Earls of Orkraven gehört auch noch immer "Caer Taran", die Donnerfeste, von der nur noch eine kohlschwarze Ruine steht. Einst als Bauwerk wider die Orklande errichtet, ging die Burg auf tragische Weise in einer Feuersbrunst unter. Unzählige Sagen und Legenden ranken sich um die blutige Vergangenheit der Feste...
Besonders typisch für Orkraven ist die Tradition zur Heideblüte eine Heidekönigin zu krönen. Üblicherweise gibt der Earl zu dieser Zeit ein Fest auf seinem Landsitz, der mitten in der Heide liegt. Das Fest zur Heideblüte ist für die Orkravener das Wichtigste nach Halloween. Zu Halloween hat man eine besondere Tradition in den Dörfern. Es wird ein großer Kuchen gebacken, in dem ein Ring versteckt wird. Jedes Stück wird für einen kleinen Preis verkauft, damit der Erlös für Wohltätiges verwendet werden kann. Wer den Ring in seinem Kuchenstück wiederfindet, dem wird Glück widerfahren. Die alten Weiber sind bei der Deutung sehr einfallsreich, bei einem jungen Mädchen steht dann eine Heirat ins Haus, bei einem jungen Ehepaar wird es Nachwuchs geben... usw.
In Sevenoaks nahe dem Ravenwood Forest werden besonders viele seltsame Bräuche zu Halloween vollzogen. So glauben die Einwohner, daß Verstorbene in dieser Nacht als Raben aus dem verwunschenen Wald zurückkommen. Deshalb stellen sie für die Vögel einen Teller mit besonders leckerem Essen vor die Tür, damit sie ihnen wohlgesonnen sind.
Ein Traditionsessen gibt es auch in Orkraven: Shepard´s Pie. Das ist gehacktes Lammfleisch überbacken mit Kartoffelmus, das zu fast jeder Gelegenheit aufgetischt wird. Das Getränk mit Tradition ist natürlich Tee, keine Frage. Nur wie man ihn macht und welchen man nimmt, da gibt es unterschiedliche Meinungen wie im ganzen übrigen Land. Glaubt man der Countess, so ist ein Dadjimah Second Flush aus dem Victoria Estate das Maß aller Dinge.
Durch die rabenschwarze Ruine von Caer Taran soll in Vollmondnächten eine weiße Frau umherwandern. Man sagt es ist der Geist der Dame Lenore, die sich hier das Leben nahm. Sie geht um und sucht nach ihrem Liebsten, für den die kalten Mauern zum Grab geworden. Denn der eifersüchtige Earl ließ den Verlorenen lebendig in eine der Wände einschließen. Als das grausige Werk vollendet war, tötete er seine Mitwisser mit seinem eigenen Schwert, denn niemand sollte seinen Rivalen je wiederfinden. Sodann wollte er seine Gemahlin in Ketten legen lassen, doch entzog sie sich seinem Griff und sprang vom höchsten Turme der alten Burg in die Tiefe. Lieber wollte sie sterben, als seine Gefangene sein. Da wurde der Earl rasend und brannte im Zorn seine alte Feste nieder. Und so versank mit ihm die einst so stolze Burg Caer Taran. Möglich, daß auch er keine Ruhe gefunden hat und seine Feste bewacht bis ans Ende aller Tage. Die weiße Frau wird solang suchen, bis ihr einer den Weg weist, wo sie den Verlorenen finden wird. Doch wer ist schon willens die verfluchte Donnerfeste zu betreten, wenn der alte Earl danach trachtet, daß sie den Jüngling niemals wiedersähe ?

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